Ausgezeichnete Weine in Großen Flaschen
 

¡Viva España, Viva Magnum!

Liebe Freunde der großen Flasche,

es ist soweit, die 12. Edition von Magnum cum Laude geht an den Start.

Um das Dutzend voll zu machen, sind wir diesmal nach Spanien gereist. Genauer gesagt nach Rueda. Und wie immer um das Ungewöhnliche zu finden. Rueda liegt in Kastilien zwischen den Rotweingebieten Ribera del Duero und Toro und reicht im Norden bis zum Duero. Rueda allerdings ist bekannt für seinen überragenden Weißwein. Speziell: Weine aus der Traube Verdejo.

Die Weinberge dort liegen in einer Hügellandschaft in einer Höhe von 600 bis 800 Meter. Die besseren Lagen befinden sich näher zum Duero. Wie die unseren. Ähnlich wie im Chateauneuf du Pape sind nämlich die Böden mit großen Kieselsteinen belegt und mit Sand und Lehm durchzogen. Das läßt zwar nur geringe Erträge zu, bringt aber starke mineralische Töne in den Wein. I like, würde man heute wohl sagen. Die Steine haben zudem den Vorteil, dass sie die Hitze in der Nacht speichern und diese an die Rebstöcke weiterleiten. So sind die kühlen Nächte für die Trauben nicht schädlich, sondern fördern die Extrakte.

Aber nun zu unserem Mann: Javier Rodriguez. Weinmacher, Weinforscher und Pionier! Seine Familie macht schon seit 200 Jahren Wein. Javier ist es zu verdanken, daß in Spanien zunehmend Terroir-Weine gemacht werden. Er glaubt wie kein Zweiter an den Boden. Deswegen hat ihn das weltbekannte kalifornische „Institute of Davis“ beauftragt ein neuartiges Bodenuntersuchungsprojekt in Spanien zu leiten. Das hat seinem Ruhm über die Grenzen hinaus geholfen: große Namen wie Lafite Rotschild und Chateau Oliver nutzen seine Kompetenz und beauftragen Javier immer wieder mit der Durchführung dieser oft entscheidenden Analysen.

Aber natürlich kommt seine Expertise vor allem seinen eigenen Weinen zugute. Das haben wir genutzt. Und ihn gebeten, uns einen exklusiven Wein zu machen.

Javier Especial

Weinetikett EDITION #12

Javier hat unsere Verdejo-Trauben nachts gelesen (Aufwand, die Erste) und sie dann die kalt vergären lassen (Aufwand, die Zweite), das bringt deutlich mehr Frucht und Saft in die Weine. Zur Erklärung: das passiert bei nur 10 Grad über lange 4 Tage...

Aufwand, die Dritte: Ähnlich wie in Burgund und Bordeaux wird nach der Gärung die Batonage angewendet. Hierbei wird die Hefe im Faß mit dem Wein unter aufwühlen und rühren vermischt, damit der Wein noch mehr Hefe bekommt, die sich ja sonst am Faßboden absetzt und schläft. Auch hier gibt es einen deutlichen Touch Geschmack mehr.

Das Ergebnis: Man schmeckt fast schon tropische Früchte, Nuancen von Fenchel und Minze, ebenso Apfel und Pfirsich.  Wirklich super. Anders als die Weißwein-Giganten aus Übersee bringt unser Wein zudem eine Loire-frische Zitrus Säure mit.

Nicht umsonst titelt der Feinschmecker die Rueda Weine als einzige und große Konkurrenz der großen Klassiker Sancerre und Pouilly Fumé.

Bevor die Ersten von Euch wegen diesem Vergleich der Schnappatmung erliegen, hier die beste Kur gegen diese unnötige Panik. Denn dieser Knallerwein kostet nur alberne 25 Euro. Muß man seinen Gästen ja nicht verraten. Denn schmecken tut er nach (na ja: knapp) 250 Euro.

Wie immer in diesem Preis inbegriffen: von Hand nummerierte Magnums in streng limmitierter Auflage.

In diesem Sinne: ¡Chinchín!

Euer Magnum-cum-Laude Team

Katja & Till Wagner