Ausgezeichnete Weine in Großen Flaschen
 

Genießen wie August der Starke. Natürlich aus der großen Pulle.

Liebe Freunde der großen Flasche,

es ist soweit, die 23. Edition von Magnum cum Laude geht an den Start. Wie immer streng limitiert, wie immer von Hand nummeriert und wie immer inklusive der dazugehörigen Geschichte. Wie üblich ist unsere Sommeredition kein Rot-, sondern ein Weißwein. Denn wir wollen Euch natürlich bestens für die Sonnenmonate rüsten.

Leichter gesagt als getan. Denn mit unseren Editionen aus Silvaner, Weißburgunder, Verdejo, Sauvignon Blanc und auch dem Knipser Riesling des letzten Jahres lag die Latte ziemlich hoch. Wie so oft war Kommissar Zufall hilfreich bei der Entdeckung, die es nun zu teilen gilt.

Vor ein paar Jahren sind wir auf eine ganz besondere Spezialität gestoßen. Den Gemischten Satz. Im Gemischten Satz wachsen in den Rebzeilen eines Weinberges viele unterschiedliche Sorten nebeneinander. Die Trauben werden aber gemeinsam gelesen und gemeinsam vergoren. Weil das vielschichtige Lesematerial zum Lesetermin unterschiedliche Reifegrade und eine unterschiedliche Säure aufweist, entsteht so ein eigenwilliger und ausgesprochen einzigartiger Wein, der eine Sortencharakteristik bewusst unterbindet.

Dass Rebflächen - wie heute üblich - sortenrein bepflanzt und Weine sortenrein ausgebaut werden, ist eine ziemlich neumodische Erscheinung. Vor 1900 war der Gemischte Satz nämlich die weithin übliche Pflanzungsform. Denn er gab den Winzern maximale Sicherheit. Hat eine Rebsorte in einem Jahr nicht geglänzt, konnten die anderen dies wettmachen. So denkt heute freilich kein Winzer mehr.

Im Gegenteil: Heute schauen sich die Winzer die Entwicklung im Weingarten ganz genau an und fördern so das Wachstum und die Qualität der Trauben. Den unterschiedlichen Empfindlichkeiten wird heute penibel Rechnung getragen, etwa dadurch, dass man bei einer Sorte mehr Laub hängen lässt. So wurde aus dem arbeitsarmen Gemischten Satz ein durch sehr viel zusätzliche Arbeit veredelter Spitzenwein. Heutzutage kommt Gemischter Satz vor allem aus der Gegend rund um Wien. Da kosten Spitzenerzeugnisse dann schon mal über 100 Euro (aus der Normalflasche wohlgemerkt). Aber trotz aller Begeisterung für den Wein und seine Geschichte wollten wir Euch das ersparen. In Deutschland wird Gemischter Satz in lediglich homöopathischen Dosen von wenigen Winzerfreaks angebaut. Sie kommen aus Franken und aus Sachsen. Dort, im östlichsten Weinanbaugebiet Deutschlands (und geografisch am nächsten zu Wien!) liegt ein fantastisches Kleinod: das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul. Und genau hier sind wir fündig geworden.

In der sächsischen Spitzenlage, dem „Goldenen Wagen“, steht nämlich seit 65 Jahren ein Gemischter Satz. Und das kam so: Im Zweiten Weltkrieg wurden alle Weinbergpflanzungen rund um Dresden vernichtet. 1950 machten sich die Winzer daran, neue Rebstöcke für die (ehemals) königlichen Weinberge zusammenzusammeln. Weil die Auswahl besten Pflanzmaterials nicht üppig war, wurden kurzerhand unterschiedliche Sorten angebaut: Riesling, Traminer, Grauburgunder und Silvaner. Ein Glücksfall. Wir sprechen nämlich über uralte Rebstöcke mit entsprechend tiefen und starken Wurzeln. Zusammen mit dem Gesteinswitterungsboden aus wärmespeicherndem Syenit sorgt dies für eine unglaubliche Vielschichtigkeit und Mineralität. Die 400 Jahre alten Terrassenmauern und die 50-prozentige Hangneigung tun ihr übriges. Die Weine von Schloss Wackerbarth sind allesamt ausgezeichnete Raritäten, aber unser Wein schießt eindeutig den Vogel ab.

Zum Glück kennen wir die Chefin dieses Vorzeigeweingutes, Sonja Schilg, schon ewig. So ist es uns gelungen, die komplette Lese des Gemischten Satzes aus 2014 zu ergattern. Ihr kongenialer Betriebsleiter Jürgen Aumüller hat daraus einen echten Zungenschnalzer gezaubert. Nach einer Gärdauer von 25 Tagen hat er unseren Wein auf der Feinhefe ausgebaut und anschließend auf Magnums gezogen.

Der Wein verändert sich mit jedem Schluck, unglaublich spannend das. Mal dominiert der Rosenduft des Traminers, mal die erfrischende Grapefruitnote des Rieslings. Dann schmeckt man den zarten Schmelz des Grauburgunders, dann wieder den filigranen Silvaner.

August der Starke war der größte Fan von Schloss Wackerbarth und dessen Weine. Deshalb gründete er 1728 auf selbigem auch seine „Gesellschaft zur Bekämpfung der Nüchternheit“. Für diese famose Idee ehren wir ihn und nennen den Wein deshalb August II.

August II.

Weinetikett EDITION #23

Nehmt auch Ihr ihn Euch zum Vorbild! Ordert bitte jetzt und ordert bitte reichlich.

Denn für schlichte 49 Euro pro Pulle (plus Porto und Versand zum Selbstkostenpreis) werdet Ihr Mitglied im erlauchten Kreis. Und schmeckt, wie Wein schmecken sollte (um die Nüchternheit muss man sich dann auch nicht mehr sorgen).

Wir wünschen Euch einen tollen Sommer und viel Spaß mit diesem extravaganten Wein!

Euer Magnum cum Laude Team

Katja & Till Wagner