Ausgezeichnete Weine in großen Flaschen

Über Erdbeeren, die am Meer wachsen. Und in Magnums landen.

Liebe Freunde der großen Flasche,

es ist so weit, die Edition #66 geht an den Start. Wie immer streng limitiert, wie immer von Hand nummeriert. Und diesmal mit einem Wein, der einem Rätsel gleicht: Wie zum Teufel kommt eine Erdbeere ans Meer?

Aber der Reihe nach.

Ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter des Roséweins. Wenn, ja wenn, er top gemacht wird. Trotzdem verstehe ich alle Zweifler. Denn der teilweise schlechte Ruf des Rosé ist hausgemacht: Jahrzehntelang haben industrielle Kellereien (und Celebrities) billigen, zimperlichen Tafelwein in hübsche Flaschen gefüllt und ihn mit ebenso billiger Sonnenuntergangs-Romantik beworben. Das wahre Potenzial dieser Kategorie liegt freilich woanders.

Zum Beispiel in La Clape. Das ist kein Dorf und keine Appellation im üblichen Sinne. Das ist ein Massiv. Eine ehemalige Insel vor der Küste des Languedoc, die das Meer irgendwann mit dem Festland verbunden hat. Die Böden hier sind fossiler Kalkstein, Millionen Jahre alte Meeresablagerungen. Und das Klima ist das eines Frontalkampfes: Mittelmeersonne von oben, Salzgischt vom Meer, Tramontane von der Seite. Kein Wunder, dass Weine von hier eine komplett andere Substanz haben als der Durchschnittsrosé aus der Supermarktkühlung.

Unsere Partner vom Château Moyau kennen dieses Terrain seit Generationen. Unser Rosé ist eine geniale Cuvée aus Grenache Noir, Cinsault, Syrah und Mourvèdre. Vollreif von Hand gelesen, schonend direkt gepresst und anschließend vier Monate in Barriques ausgebaut. Ja, Barriques. Für einen Rosé. C’est dingue! Das Ergebnis: Er ist körperreich und gleichzeitig fast federleicht.

Die vier Rebsorten werden separat (!) vinifiziert und erst dann zur finalen Cuvée vermählt. Das ist sehr aufwendig und teuer, aber es ist der Grund, warum dieser Wein eine wundervolle innere Spannung hat. Der Grenache und Cinsault bringen Leichtigkeit und helle Frucht, der Syrah Würze und Rückgrat, der Mourvèdre die dunkle, tiefe Schmelznote. Und das Holz verbindet das Ganze mit einem Hauch Kokos und feinen Röstaromen, die man nicht erwartet (und auch nicht mehr vergisst).

EDITION #66

Der Name „La Fraise de Mer“ (Meereserdbeere) ist Programm. Denn die Aromatik dieses Weines ist genau das: reife, cremige Erdbeere, die auf salzige Kalksteinfelsen trifft. Keine Bonbon-Frucht, keine Künstlichkeit, sondern etwas, das man so nur bekommt, wenn der Weinberg buchstäblich das Meer riecht.

Die Farbe: ein leuchtendes, helles Lachs-Rosa mit goldenen Reflexen. In der Nase: Erdbeercreme, Pfirsich, weiße Blüten, ein Hauch Grapefruit und darunter diese feine, mineralische Salzigkeit. Am Gaumen vollmundig, saftig, mit delikater Struktur und einem Abgang, der (selten genug beim Rosé!) wirklich lang ist. Kein Flüstern, sondern ein Statement. Hervorragend zur leichten Küche oder einfach für die gute Laune und ein überragendes Sommergefühl.

Allen Zweiflern sei versichert: Unser „La Fraise de Mer“ sucht nicht die epische (aber eben oft auch langweilige) Leichtigkeit eines klassischen Provence-Rosé. Er nutzt das heiße, kalkreiche Terroir, um ein Rosé mit Muskeln, Schmelz und Tiefgang zu bauen.

Man trinkt das Ergebnis einer fast unmöglichen Begegnung: Die süße, wilde Erdbeere des Festlands trifft auf die salzige Gischt des Meeres.

Beim Preis üben wir uns in maritimer Großzügigkeit. Nur so ist die Magnum für schlanke 42,00 Euro zu haben (plus Verpackungs- und Versandkosten zum Selbstkostenpreis).

Deswegen: Bitte jetzt ordern. Und so schnell wie immer. Und besser reichlich. Am einfachsten per Reply.

Wir wünschen Euch einen großartigen Sommer. Am besten mit Sand zwischen den Zehen und einer Meereserdbeere in der Hand (und dann im Mund).

Euer Magnum cum Laude Team

Katja und Till Wagner