Liebe Freunde der großen Flasche,
es ist so weit, die Edition #67 geht an den Start. Wie immer streng limitiert, wie immer von Hand nummeriert.
Endlich erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch. Denn diese Herbstedition kommt von der Rhône. Ein Wein von hier stand seit Jahren ganz oben auf meiner Liste. Denn das Rhônetal ist eine der großen Wiegen der französischen Weinkunst. Im Norden Syrah in Reinform: Hermitage, Côte-Rôtie. Weine, die Jahrhunderte überdauern. Im Süden Châteauneuf-du-Pape, vielleicht die berühmteste Rotwein-Appellation Frankreichs überhaupt und die Mutter aller Rotwein-Cuvées (!). Das Problem: Topweine aus dem Rhônetal zu vernünftigen Preisen zu bekommen, ist so gut wie unmöglich. Und wir machen bekanntlich ja keine Kompromisse. Außer beim Preis. Also haben wir gewartet.
Bis jetzt. Bis Cairanne.
Cairanne ist eines der bestgehüteten Geheimnisse des südlichen Rhônetals. Eine der wenigen Appellationen der Region mit eigenem AOC-Status – und das vollkommen zu Recht. Hier treffen die zwei Weinwelten aufeinander: der Syrah des nördlichen Rhônetals und die Grenache und Mourvèdre des tiefen Südens. Weine von einer Tiefe und Charakterstärke, die weit über ihrem Preis spielen. Genau das, was wir gesucht haben.
Und dann ist da Patrice Jubain. Er bewirtschaftet seine Weinberge nach den Prinzipien der „Agriculture Raisonnée“. Kein Herbizid, nur natürliche Dünger, sehr konsequente Bodenbearbeitung. Nicht wegen eines Zertifikats, sondern weil er weiß, dass gesunder Boden bessere Trauben gibt. Schwer zu widersprechen, wenn man seinen Wein trinkt.
Unser Wein aus dem Jahrgang 2023 ist eine Cuvée aus fünf Rebsorten. Auch das ist keine Laune, sondern beinharte Überzeugung. Grenache Noir gibt Struktur und Fleisch. Syrah bringt Würze und Rückgrat. „Alter“ Carignan liefert das, was Weinmacher seit jeher „goût de terroir“ nennen (und den man weder erfinden noch imitieren kann). Cinsault und Mourvèdre runden das Ganze wunderbar ab: Frische und Eleganz auf der einen, Langlebigkeit und Tiefe auf der anderen Seite.
Und dann sind da noch die Reben selbst. Allesamt 65 bis über 100 Jahre alt. Alte Reben sind kein Ausdruck von Sentimentalität. Sie sind vielmehr die Substanz. Sie tragen weniger, aber was sie tragen, ist konzentrierter, komplexer und sprichwörtlich tiefer. Denn ihre Wurzeln reichen so tief in den Kalk-Lehm-Boden von Cairanne, dass sie Wasser und Mineralien aus Schichten holen, die junge Reben nie erreichen. Das schmeckt man. Das spürt man. Und man versteht ab dem ersten Schluck, warum wir so lange auf diesen Wein gewartet haben.
Ausgebaut wird im Betontank. Aus Gründen. Denn Beton ist die Renaissance-Technologie unter den besten Winzern der Welt: Er atmet (minimal) wie Holz, gibt aber keinerlei eigene Aromen ab. Der Wein bleibt er selbst, nur runder, texturierter, reiner. Der Kalk-Lehm-Boden von Cairanne spricht direkt ins Glas. Deshalb heißt diese Edition „Goût de Terroir“ (der unverwechselbare Eigengeschmack des Bodens).
Im Glas tiefes, sattes Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase geräucherte Nüsse, Erde, Veilchen, reife schwarze Früchte (Pflaume, Kirsche, Brombeere). Und diese typische Garrigue-Note mit Rosmarin, Thymian, Lavendel. Der Süden in einem einzigen Atemzug. Am Gaumen seidig und frisch, mit fein texturiertem Tannin und einem langen, würzigen Abgang. Gemacht für die Ewigkeit.
Zum Essen? Lamm, Wild, eine Gans? Oder doch lieber ein Ribeye über offener Flamme? Eigentlich funktioniert die komplette Herbst- und Winterküche.
Nur der Preis schmeckt so gar nicht nach Top-Liga-Rhône: Denn diesen Ausnahme-Vertreter gibt es für ansonsten unmögliche 39,00 Euro pro Magnum (plus Verpackung und Versand zum Selbstkostenpreis).
C’est pourquoi je lance cet appel: Bitte JETZT ordern. Und so schnell wie immer. Und besser reichlich. Am einfachsten per Reply.
Auf einen großartigen Herbst und auf den Goût de Terroir im Glas (und aus der Magnum)!
Euer Magnum cum Laude Team
Katja und Till Wagner
