Liebe Freunde der großen Flasche,
es ist so weit, die Edition #65 geht an den Start. Wie immer streng limitiert, wie immer von Hand nummeriert. Pünktlich zum Frühling. Und noch rechtzeitig zum Osterfest.
Die vielen treuen Magnum cum Laude Kunden unter Euch erinnern sich sicher an meinen Neffen Raoul und seine Geschichte. Zur Erinnerung: Ich habe ihn nach seinem Abitur ermuntert (er behauptet „regelrecht gezwungen“), eine Winzerlehre zu machen und im Anschluss ein Studium an der famosen (und weltweit einzigartigen) Universität Geisenheim zu absolvieren.
Jetzt läuft der Wein in unserer kompletten Familie zwar seit Generationen verlässlich durch unsere Venen. Aber wir besitzen kein Weingut und noch nicht mal einen Weinberg. Also musste sich Raoul als „Flying Winemaker“ verdingen. So hat er in den letzten gut 10 Jahren bei Top-Weingütern in Australien, Neuseeland, den USA, Österreich, Luxemburg und Deutschland gearbeitet. Unter anderem auch als Leiter des Außenbetriebes, aber immer öfter als Kellermeister.
Dabei hat er natürlich unendlich viel gelernt und auch einen eigenen Stil entwickelt. Kritiker und Freunde beschreiben seine Weine mit „Glou-Glou“. Serious (sehr seriöses!) easy drinking. Das Ganze möglichst naturnah, aber ohne das Dogma oder die Nervigkeit der Hardcore-Naturweinszene.
Jetzt wird der Bub auch nicht jünger und hat nach einer neuen Heimat gesucht. Gefunden hat er sie in Rheinhessen. Beim Weingut Schönhals in Biebelnheim hat er mit Hanneke und Christoph Hosseus-Schönhals seine kongenialen Partner gefunden. Der Vater von Hanneke war ein echter Pionier. Er war sicherlich geprägt vom Weinskandal, der 1985 in Österreich begann und noch im gleichen Jahr mit voller Wucht in Rheinhessen angelangt ist. In dieser Situation wurde gerade in Rheinhessen die Kluft zwischen den großen Weinbetrieben und den kleineren Winzerfamilien deutlich. Die Winzer waren megawütend auf die industriellen „Weinmacher“, weil viele Familienbetriebe durch den Skandal völlig unverschuldet an den Rand des Ruins getrieben wurden.
Der Vater hat als Reaktion sein Weingut von Anfang an ökologisch betrieben. Und das zeigt sich noch heute. Alle Rebstöcke (die allesamt mindestens 30 Jahre alt sind) haben noch nie Chemie gesehen. Sie sind, genau wie ihre Böden, extrem gesund. Und werden seit 2019 sogar biodynamisch bewirtschaftet. Beste Voraussetzungen für Top-Weine, allemal, wenn man beim Ertrag radikal reduziert, wie wir bei dem unseren.
Hanneke, Christoph und Raoul führen die Philosophie des Vaters konsequent weiter, haben die Weine aber in komplett neue Qualitätssphären geführt. Ähnlich wie die Weine der Rheinhessen-Winzer Wittmann, Keller, Wagner-Stempel, Gutzler, Battenfeld-Spanier und Kühling-Gillot spielen auch die Weine von Schönhals mittlerweile in der ersten Liga. Insbesondere (wie bei den Kollegen) natürlich die Spitzen-Rieslinge und -Pinot-Noirs. Auch unsere Wahl fiel auf einen Pinot Noir (wer mich kennt, weiß um meine Liebe zu dieser Rebe – Raoul sowieso).
Unser Wein kommt vom Biebelnheimer Pilgerstein im Herzen Rheinhessens. Er hat einen tiefgründigen, kalkreichen Lössboden. Die Trauben wurden vollreif von Hand gelesen und anschließend spontan für zwei Wochen auf der Maische vergoren. Diese wurde zweimal täglich von Hand gestoßen und zum Höhepunkt sanft überschwallt. Nach dem Pressen wurde der Wein für 10 Monate in neutralen Barriquefässern gelagert. Ende August 2025 wurde er dann ungeschönt gefüllt. Auf die schönste aller Magnum-Flaschen: Die superelegante Schlegelflasche.
Konsequenterweise hört unser Wein auf den Namen „Primaballerina“. Denn er hat einen schönen, schlanken Körper und tanzt mit einer beeindruckenden komplexen Säure sehr frisch und ungeheuer lebendig. Aber auch Hanneke tanzt. Nicht nur sehr leidenschaftlich, sondern nebenher auch als Tanzlehrerin.
Die Farbe der Primaballerina: leichtes Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase: Anklänge von hellen roten Früchten, Wildkirsche, Hagenbutten-Infusion und weißen Pfeffer. Dazu ein Touch Leder und Rauch. Ziemlich aufreizend! Im Abgang dann etwas Vanille und Zimt. Ein supermoderner, deutscher Spätburgunder der Extraklasse. Serious easy drinking eben. Auch deswegen passt die Magnum perfekt: Der Trinkfluss ist nämlich enorm.
Beim Preis haben wir die Familienbande spielen lassen. Nur so können wir die Magnum für ebenso schlanke 45,00 Euro anbieten (plus Verpackungs- und Versandkosten zum Selbstkostenpreis).
Deswegen: Bitte jetzt ordern. Und so schnell wie immer. Und besser reichlich. Am einfachsten per Reply.
Wir wünschen Euch ein großartiges Osterfest mit Familie und Freunden. Geht raus und tanzt mit der Primaballerina!
Euer Magnum cum Laude Team
Katja und Till Wagner
